Welche Versicherungen fürs Kind sind sinnvoll? Versicherungen fürs Kind

Der Umstand, dass dem eigenen Kind etwas passieren könnte, ist für Eltern sicherlich die schlimmste Vorstellung. Dennoch darf man nicht die Augen davor verschließen, dass so was passieren kann. Um im schlimmsten Fall nicht auch noch vor finanziellen Problemen zu stehen, ist es wichtig, das Kind ausreichend abzusichern. Der Versicherungsmarkt bietet inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Versicherungen fürs Kind an. Nachfolgend zeigen wir Ihnen, welche dieser Versicherungen fürs Kind sinnvoll sind und auf, welche man besser verzichten sollte.

Kinderunfallversicherung

In Deutschland gibt es die gesetzliche Unfallversicherung. Trotzdem ist es sinnvoll zusätzlich eine private Unfallversicherung fürs Kind abzuschließen. Denn die gesetzliche Unfallversicherung bietet nur einen eingeschränkten Versicherungsschutz für das Kind. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nur, wenn das Kind auf dem Schulweg oder auf dem Schulgelände einen Unfall hat. Bei Unfällen in der Freizeit besteht hingegen kein Versicherungsschutz. Mit einer privaten Kinderunfallversicherung können Sie den Versicherungsschutz dahin gehend erweitern, dass Ihr Kind auch bei Unfällen zu Hause oder draußen beim Spielen versichert ist. Achten Sie beim Abschluss einer Kinderunfallversicherung unbedingt darauf, dass die Versicherungssumme ausreichend hoch ist. Sinnvoll ist es eine Versicherungssumme von mindestens 200.000 Euro.

Kinderinvaliditätsversicherung

Während die Kinderunfallversicherung ausschließlich bei Unfällen einspringt, zahlt die Kinderinvaliditätsversicherung zusätzlich auch bei einer schwerwiegenden Erkrankung des Kindes. Die Kinderinvaliditätsversicherung leistet, wenn dem versicherten Kind vom Versorgungsamt ein Grad der Behinderung von 50 oder mehr attestiert wird. Es ist dabei unerheblich, ob die Behinderung auf einen Unfall oder eine schwerwiegende Erkrankung zurückzuführen ist. Beachten Sie jedoch, dass nicht jedes Kind eine Kinderinvaliditätsversicherung erhält. Vor Vertragsabschluss steht bei der Kinderinvaliditätsversicherung immer eine Gesundheitsprüfung an. Je nachdem, welche Vorerkrankung bei dem Kind besteht, kann es passieren, dass der Versicherungsantrag abgelehnt wird.

Schulunfähigkeitsversicherung

Die Schulunfähigkeitsversicherung ist das Pendant zur Berufsunfähigkeitsversicherung bei Erwachsenen. Die Versicherung zahlt, wenn das versicherte Kind für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten nicht den Schulunterricht besuchen kann. Dabei ist es unerheblich, ob das versicherte Kind wegen einer Erkrankung oder eines Unfalls dem Unterricht fernbleiben muss. Es gibt jedoch einen ganz entscheidenden Haken bei der Schulunfähigkeitsversicherung: In vielen Fällen kann das Kind trotz Behinderung weiterhin die Schule besuchen. So kann beispielsweise ein Kind, das nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, dennoch wieder zur Schule gehen. Die Schulunfähigkeitsversicherung müsste in diesem Fall trotz des Unfalls und der darausfolgenden Behinderung keinen Cent zahlen. Aus diesem Grund sind die Kinderunfallversicherung und die Kinderinvaliditätsversicherung sinnvollere Alternativen zur Absicherung des Kindes.

Ausbildungsversicherung

Bei der Ausbildungsversicherung handelt es sich im Grunde genommen lediglich um eine Kapitallebensversicherung für Kinder oder Jugendliche. Eltern oder andere Angehörige zahlen monatlich einen bestimmten Beitrag in die Ausbildungsversicherung ein. Nach einer festgelegten Laufzeit erhält das begünstigte Kind die vereinbarte Versicherungssumme zuzüglich einer Überschussbeteiligung ausgezahlt. Das klingt zunächst einmal nicht schlecht, dennoch ist von der Ausbildungsversicherung eher abzuraten. Denn die Abschluss- und Verwaltungskosten sind sehr hoch. Bei vielen Verträgen belaufen sich die Kosten auf bis zu fünf Prozent der Versicherungssumme. Die hohen Abschluss- und Verwaltungskosten schmälern die Rendite ganz erheblich. Teilweise belaufen sich die Kosten bei einer Ausbildungsversicherung auf bis zu fünf Prozent der Versicherungssumme. Daher ist sind diese Versicherungen fürs Kind nicht sinnvoll. Verglichen mit der Ausbildungsversicherung gibt es nämlich wesentlich sinnvollere Alternativen, wie man Geld für Kinder oder Enkelkinder anlegen kann.

Risikolebensversicherung

Abschließend widmen wir uns noch einer der wichtigsten Versicherungen fürs Kind überhaupt, nämlich der Risikolebensversicherung. Genau genommen wird die Risikolebensversicherung natürlich nicht auf das Kind selber, sondern auf die Eltern bzw. den Hauptverdiener abgeschlossen. Sollte die versicherte Person während der Vertragslaufzeit versterben, erhalten die begünstigten Angehörigen die vertraglich vereinbarte Todesfallsumme ausbezahlt. Damit soll sichergestellt werden, dass das Kind und natürlich auch die anderen Familienmitglieder auch nach dem Tod eines Elternteils finanziell abgesichert ist. Das Gute an der Risikolebensversicherung ist, dass Sie Ihre Familie auch schon mit einem verhältnismäßig kleinen Monatsbeitrag für den schlimmsten Fall finanziell absichern können. Im Gegensatz dazu, fällt bei der Kapitallebensversicherung die Todesfallsumme bei gleichem Monatsbeitrag wesentlich geringer aus, da hier der Sparaspekt im Vordergrund steht.

 

 

Quelle des Bildes: geralt