TaschengeldtabelleDie aktuelle Taschengeldtabelle 2016

Ein häufiger Streitpunkt zwischen Eltern und Kindern ist das Taschengeld bzw. die Taschengeldhöhe. Die Frage, wie viel Taschengeld für ein Kind sinnvoll und angemessen ist, ist sicherlich für Eltern nicht einfach zu beantworten. Hilfestellung bei dieser schwierigen Frage bietet die Taschengeldtabelle 2016. Die Taschengeldtabelle zeigt Ihnen, wie hoch das Taschengeld sein sollte basierend auf einer Empfehlung vom Jugendamt.

Taschengeldtabelle als Richtschnur zur Taschengeldhöhe

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Taschengeldtabelle 2016 immer nur als eine Richtschnur angesehen werden kann. Denn rechtliche Vorgaben zur Höhe des Taschengelds gibt es selbstverständlich nicht. Ohnehin haben Kinder in Deutschland kein gesetzliches Anrecht auf Taschengeld. Allerdings ist es aus pädagogischer Sicht unbedingt zu empfehlen, seinen Kindern ein regelmäßiges Taschengeld zu geben. Denn das Taschengeld hilft dabei, den Kindern den richtigen Umgang näherzubringen und das ist für das spätere Leben nun einmal unverzichtbar. Damit Sie einen Anhaltspunkt haben, wie hoch das Taschengeld ungefähr ausfallen sollte, können Eltern natürlich sehr gut auf die aktuelle Taschengeldtabelle zurückgreifen. Die in der Taschengeldtabelle angegebenen Werten beruhen auf einer einer Empfehlung vom Jugendamt Nürnberg. Nachfolgend finden Sie die aktuelle Taschengeldtabelle 2016:

Alter des Kindes

Taschengeld

Unter 6 Jahre

1 Euro pro Woche

6 - 7 Jahre

2 Euro pro Woche

8 – 9 Jahre

3 Euro pro Woche

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10 Jahre

14 Euro pro Monat

11 Jahre

16 Euro pro Monat

12 Jahre

20 Euro pro Monat

13 Jahre

22 Euro pro Monat

14 Jahre

25 Euro pro Monat

15 Jahre

30 Euro pro Monat

16 Jahre

35 Euro pro Monat

17 Jahre

45 Euro pro Monat

18 Jahre

70 Euro pro Monat


Taschengeldtabelle mit altersabhängiger Taschengeldhöhe

Wie sich der Taschengeldtabelle 2016 entnehmen können, sollte das Taschengeld nach dem Kindesalter gestaffelt werden. Das bedeutet je älter das Kind wird, desto mehr Taschengeld sollte es von den Eltern erhalten. Das Jugendamt Nürnberg gibt die Empfehlung Kindern bereits im Alter von vier bis fünf Jahren damit zu beginnen, dem Kind regelmäßig Taschengeld auszuzahlen. Dies hängt natürlich auch immer davon, wie weit das jeweilige Kind bereits in seiner Entwicklung ist. Spätestens sollten Eltern aber mit dem Taschengeld starten, wenn das Kind in die Schule kommt. Die aktuelle Taschengeldtabelle 2016 schlägt vor dann mit 2 Euro Taschengeld pro Woche zu beginnen. In den Folgejahren wird das Taschengeld kontinuierlich angehoben.

Wechsel vom wöchentlichen zum monatliche Auszahlungsrhythmus

Beachten Sie dabei jedoch, dass nach Vorgabe der Taschengeldtabelle im Alter von zehn Jahren der Auszahlungsrhythmus fürs Taschengeld angepasst wird. Bei Kindern unter Zehn Jahren sieht die Taschengeldtabelle 2015 nämlich noch eine wöchentliche Auszahlung des Taschengelds vor. Demgegenüber lautet die Empfehlung vom Jugendamt bei Kindern ab zehn Jahren, das Taschengeld nicht mehr wöchentlich, sondern nur noch einmal pro Monat auszuzahlen. Denn dann sollte das Kind reif genug sein, sich sein Taschengeld auch über einen längeren Zeitraum einzuteilen. Die aktuelle Taschengeldtabelle 2014 sieht deshalb vor, Kindern im Alter von zehn Jahren 14 Euro Taschengeld pro Monat zu geben. Danach wird das monatliche Taschengeld Jahr für Jahr ein wenig angehoben. So sollte laut Taschengeldtabelle 2016 ein Kind mit 12 Jahren 20 Euro Taschengeld pro Monat bekommen, ein Kind mit 14 Jahren sollte hingegen schon 25 Euro pro Monat erhalten. Maximal sieht die Taschengeldtabelle 2015 ein Taschengeld von 70 Euro pro Monat im Alter von 18 Jahren vor. Beachten Sie jedoch, dass diese Empfehlung des Jugendamts nur für Kinder gilt, die wirtschaftlich noch von den Eltern abhängig sind, da sie kein eigenes Geld verdienen.

Taschengeld an die finanzielle Situation anpassen

Gerade bei finanzschwächeren Familien mit vielen Kindern kann es natürlich sein, dass die vorhandenen Mittel so knapp sind, dass Eltern dann zwangsläufig von der Taschengeldtabelle des Jugendamt abweichen müssen. In diesem Fall sollten Sie bedenken, wichtiger noch als die Taschengeldhöhe ist die regelmäßige Auszahlung des Taschengelds, damit das Kind damit planen kann. Darüber hinaus lautet unsere Empfehlung für Eltern, nach Möglichkeit mit den Kindern immer offen und ehrlich über das Thema Geld und Finanzen zu reden.

Was sollte vom Taschengeld bezahlt werden?

Die Taschengeldtabelle 2016 gibt nur eine Empfehlung zur Taschengeldhöhe, sagt aber nicht dazu, was vom Taschengeld bezahlt werden sollte. Es bleibt also die Frage, welche Ausgaben Kinder von ihrem Taschengeld bestreiten müssen, und was weiterhin von den Eltern übernommen wird. Grundsätzlich lautet unsere Empfehlung, dass Eltern trotz Taschengeld auch weiterhin die alltägliche Ausgaben des Kindes wie Nahrung, Kleidung, Fahrtkosten und Schulsachen übernehmen sollten. Denn sonst besteht nicht zuletzt die Gefahr, dass das Kind am falschen Ende etwa bei den Schulsachen spart. Vom Taschengeld bezahlen sollten Kinder in erster Linie ihre individuellen Wünsche. Dazu gehören u.a:

In diesem Bereichen sollten Eltern sich nach Möglichkeit dann auch nicht mehr so stark einmischen, etwa weil Sie bestimmte Dinge für Geldverschwendung halten. Denn auch aus Fehlkäufen können Kinder wichtige Erfahrungen sammeln und fürs spätere Leben lernen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, dass Kinder außerplanmäßige Freizeitaktivitäten wie etwa einen Kinobesuch von ihrem Taschengeld bezahlen müssen.

Taschengeld nicht zur Bestrafung oder Belohnung einsetzen

Was Eltern hingegen unbedingt vermeiden sollten, ist das Taschengeld als pädagogische Hilfsmittel zu missbrauchen. So ist eine Taschengeldkürzung als Bestrafung ebenso wenig sinnvoll wie eine kurzfristige Taschengelderhöhung als Belohnung. Auch sollte das Taschengeld keinesfalls an bestimmte Bedingungen wie etwa ein aufgeräumtes Zimmer geknüpft werden. Dies würde den vom Taschengeld ausgehenden Lerneffekt im Umgang mit Geld nämlich zuwiderlaufen.

 

 

Quelle des Bildes: geralt